5 Jahre Media mit Sinn
REPUBLIC ging 2021 als gemeinsamer Vermarkter von Frankfurter Allgemeine und Süddeutscher Zeitung an den Start. Der Kern des Leistungsversprechens war dabei von Anfang an, wirkungsvolle Kommunikationslösungen in sinnstiftenden Medien anzubieten. Im Interview ziehen die beiden Gründungsgeschäftsführer Ingo Müller und Jürgen Maukner eine Bilanz der ersten fünf Jahre und geben einen Ausblick auf die Zukunft.
Warum haben die beiden großen Verlagshäuser einen gemeinsamen Vermarkter gegründet?
Jürgen Maukner: Einer der wesentlichen Antriebe war es, das Geschäft für unsere Kundinnen und Kunden einfacher zu gestalten. Ganz konkret heißt das: ein Auftrag, ein Motiv, eine Rechnung und ein Ansprechpartner, der alles aus einer Hand bieten kann. Ziel war und ist es, ihnen die bestmögliche Leistung zu bieten und dabei von den Stärken beider Häuser gleichermaßen zu profitieren.
Ingo Müller: In einem Marktumfeld, das immer stärker von größeren Vermarktungsorganisationen geprägt ist, war es zudem das strategische Ziel unserer beiden Gesellschafter, ihre Relevanz im Markt zu sichern. Die Fokussierung war und ist auch für die Zukunft immer der Kunde und seine jeweiligen Ansprüche. Diesen optimal gerecht zu werden, daran arbeitet unser gesamtes Team als Expertennetzwerk aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Zudem war uns bei der Gründung wichtig, eine fundierte Basis für ein langfristig ausgerichtetes und stabiles Geschäft zu legen. In vielen Grundüberzeugungen agieren wir da ähnlich wie ein Familienunternehmen, bei dem nachhaltige Aspekte eine übergeordnete Rolle spielen. Darüber waren Jürgen und ich uns von Anfang an einig.
Worin bestehen die Leistungen für Ihre Kunden? Und hat sich das im Laufe der Zeit geändert?
Ingo Müller: Wir verfolgen von Anfang an einen crossmedialen Ansatz, denken und handeln aber je nach Kundenanspruch immer wieder neu. Das ist aufwendig, lohnt sich aber im Ergebnis. Basis ist die Kommunikationskraft unserer Medienmarken. Auf dieser Grundlage bespielen wir dann die ganze Klaviatur crossmedialer Möglichkeiten. Das reicht vom Basisformat in der Zeitung bis zu Storytellings aus unserer Content-Schmiede. Hier geht an vier von fünf Werktagen eine neue Lösung on air. Ergänzend zu den Content-Formaten bieten wir auch maßgeschneiderte Events, bei denen wir mit den beiden Verlagshäusern kooperieren. Wir entwickeln mit unserem Expertenteam wirksame Kommunikationslösungen auf allen Kanälen aus einer Hand.
Jürgen Maukner: Für unsere Kunden setzen wir damit relevante Themen in sinnstiftenden Umfeldern auf die Agenda der Republik. So entsteht Media mit Sinn. Und dazu braucht es Qualitätsmedien heute mehr denn je. Unsere Demokratie gerät von vielen Seiten unter Druck. Die besondere Bedeutung der freien Presse als Institution wächst damit sogar noch. Ein Blick in die USA zeigt, was passiert, wenn die Wahrheit nur noch eine unter vielen Meinungen ist. Während das Vertrauen allenthalben erodiert, stellen wir für Frankfurter Allgemeine und Süddeutsche Zeitung auf allen Kanälen mehr Zuspruch fest. Unser Auf-trag als Vermarkter ist es, mit dazu beizutragen, dass die Redaktionen frei und unabhängig arbeiten können. Denn ihr verantwortungsvoller Journalismus zeigt gerade in unruhigen Zeiten seine besondere Wirkung.
Woran machen Sie das besondere Vertrauen in die freie Presse fest?
Ingo Müller: Das zeigen unter anderem die Ergebnisse des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Prof. Dr. Renate Köcher nennt Qualitätsmedien in der letzten Ausgabe dieses Magazins „Vertrauensanker der Demokratie“. Damit sind unsere Medien nicht nur für die freie Gesellschaft relevant, sondern auch und vor allem für unsere Kundinnen und Kunden. Werbung auf den Kanälen von Frankfurter Allgemeine und Süddeutscher Zeitung profitiert von höchster Reputation.
Jürgen Maukner: Das hat ja bereits die Studie Reputation Impact im Jahr 2023 eindrucksvoll gezeigt. Qualitätsumfelder sorgen für einen deutlichen Wirkungs-Uplift – und zwar sowohl bei kurzfristigen wie auch bei langfristigen KPIs. Werbung in reputationsstarken Qualitätsumfeldern steigert also nicht nur die Kaufabsicht, sondern wirkt sich auch nachhaltig positiv auf das Markenimage aus.
Warum haben Sie jetzt noch einmal nachgelegt und eine weitere Studie in Auftrag gegeben?
Ingo Müller: Ein Kontakt kommt selten allein. Wir stellten uns also die Frage, ob sich die Wirkkraft reputationsstarker Umfelder auch über mehrere Kontakte hinweg zeigt. Zudem wollten wir wissen, ob und welche Relevanz dabei die unterschiedlichen Kanäle und Umsetzungen haben. Zusammen mit den bewährten Partnern aus der Quality Alliance, iq digital und iq media, haben wir diesen neuen Ansatz verfolgt und gemeinsam mit den Forschenden von Empyrica realisiert. Dr. Tino Meitz, der Studienleiter, stellt die Untersuchung „Reputation Impact2 – the Synergy Effect“ ausführlich hier im Magazin vor. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Wirkung in Qualitätsumfeldern konditional auf-baut: d.h. der folgende Kontakt profitiert von den vorhergehenden Kontakten. Die stärksten und stabilsten Wirkungszuwächse, teilweise sogar bei den langfristigen KPIs, erzielten dabei Displays mit Beimischung von Print oder digitalem Storytelling sowie die Verbindung aus beiden.
Jürgen Maukner: Die Studie zeigt einmal mehr die vom Kontext abhängige starke Wirkung von Zeitungen – gedruckt und digital. Sie sind kein „Nice-to-have“, sondern tatsächlich ein „Must-have“ für erfolgreiche Kommunikation. Gleiches gilt für digitale Storytellings. Diese werden von unseren Kunden nicht umsonst immer stärker nachgefragt. Kein Wunder: Die von uns vermarkteten Medien werden digital kontinuierlich erfolgreicher. Unsere Kundinnen und Kunden schätzen es, mit uns auf allen Kanälen gezielt entscheidende Zielgruppen anzusprechen, Menschen, die Einfluss haben und in ihrem Umfeld Akzente setzen. Viele von ihnen verlassen sich schon lange auf den Qualitätsjournalismus von Frankfurter Allgemeine und Süddeutscher Zeitung. Ihre Wertschätzung drückt sich auch in ihrer Bereitschaft aus, über 1.000 Euro für ein Jahresabo zu bezahlen. Übrigens liegt die Zahl der bezahlten Abos und digitalen Nutzungsrechte über alle Kanäle aktuell bei fast einer Million – auch hier geht die Tendenz weiter nach oben.
Das klingt gut. Was erwarten Sie sonst für die Zukunft? Was planen Sie?
Ingo Müller: Ganz wichtig auch in diesem Jahr sind wieder die Konzeptausgaben von Frankfurter Allgemeine und Süddeutscher Zeitung. Beide konzentrieren sich dabei auf das, was kommt: die SZ mit spannenden Impulsen für 2027, die F.A.Z. mit der Fortsetzung des Projekts „Zukunft gestalten“. Die F.A.S. feiert ihren 25. Geburtstag und erscheint am 10. Mai 2026 mit einer Ausgabe ganz im Zeichen der Generation der heute 25-Jährigen. Und da unsere Marken eine ganz besondere Klientel erreichen, planen wir auch für Luxusmärkte – vor allem im Zusammenhang mit dem SZ-Magazin GROSSE KUNST, das 2026 bereits zum fünften Mal erscheint. Erste Informationen dazu finden Sie im Magazin. Was uns aber beiden besonders wichtig ist und das an jedem Tag der vergangenen fünf Jahre und für die Zukunft: Wir sind richtig stolz auf das gesamte Team, das mit gegenseitigem Vertrauen, Leidenschaft und Teamplay den Erfolg der REPUBLIC erst möglich macht. Ihnen gebührt unser Dank.










